Nach meinem Abitur habe ich Rechtswissenschaften in Tübingen studiert. Nach dem ersten Staatsexamen folgte das Referendariat, das ich beim Amtsgericht Böblingen, bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart in der Staatsschutzabteilung, beim Rechtsamt der Stadt Sindelfingen und bei Justiziariat der IG Medien absolvierte. Dass ich als minderjähriger Oberschüler Veranstaltungen der DKP besuchte und für deren Zeitung "Unsere Zeit" einen Beitrag verfasste "Für eine Koalition der Vernunft - Auch der Kapitalismus hat objektiv ein Interesse an der Erhaltung des Friedens", hat ein IM dem Landesamt für Verfassungsschutz gesteckt. Dieser hat dafür gesorgt, dass ich nicht ins Beamtenverhältnis übernommen wurde. Ich leistete meinen Referandardienst in einem Anstellungsverhältnis sui generis ab. Mit solchen "Erkenntnissen" der Schnüffelbehörde stand fest, dass ich mich für den staatlichen Dienst nicht bewerben kann. Dadurch war mein Weg zum Rechtsanwalt vorgezeichnet.

Im März 1990 begann ich als angestellter Rechtsanwalt in der Sozietät Wohlfahrt - Gutmann - Lang in Stuttgart zu arbeiten an. Am Anfang habe ich alle Rechtsbereiche abgedeckt, bis ich ab 1992 anfing mit Bohumir Molnar, einem Juristenkollegen aus Prag zusammen zu arbeiten, der auf das Problem gestoßen ist, dass nach der Wende in Tschechien, der Handel mit Deutschland nicht nur seriös betrieben wurde.

Ich begann die Interessen tschechischer Unternehmen in Deutschland zu vertreten, die oft aus Unerfahrenheit Waren lieferten und Buchtitelihren Rechnungen sitzen blieben. Bohumir Molnar, nicht nur Kollege, sondern ein sehr guter Freund, betrieb in Tschechien für mich Akquise und organisierte viele Seminare bei denen ich Unternehmern aus Böhmen, Mähren und auch der Slowakei geschult habe, wie sie sich auf dem deutschen Markt bewegen sollen. Leider ist Bohumir Molnar viel zu früh und unerwartet gestorben. Meine berufliche Tätigkeit mit Tschechien hatte zur Folge, dass ich vor Ort präsent sein musste, so dass ich einmal im Monat zwei Tage mit Beratungen und anschließenden Spaziergängen in Prag verbringen durfte. Ich hatte mich von 1995 an in der Deutsch-Tschechischen Juristenvereinigung engagiert, bei der ich von 2002 -2014 Vizepräsident war. 

Mit Dr.Bohumir Molnar zusammen habe ich 1998 ein Buch verfasst, das sich mit der Forderungseintreibung in Deutschland beschäftigte.
Die zweite und aktualisierte Auflage erschien im Jahr 2009 ebenfalls im juristischen Fachverlag LINDE in Prag. 

 

 Zum zweiten Schwerpunkt entwickelte sich das Arbeitsrecht. Über eine Zusatzausbildung habe ich 2003 das Recht erworben, den Fachtitel Fachanwalt für Arbeitsrecht zu führen. Nachdem Ausscheiden von Rechtsanwalt Jörg Lang im Jahr 2000 aus der Kanzlei, wurde ich Sozius, arbeitete als Selbständiger mit den Risiken, die es hierbei gibt. Ich strebte zusätzlich an auch Fachanwalt für Steuerrecht zu werden. Die Ausbildunglehrgänge hatte ich besucht und auch 10 Klausuren bestanden, aber bei den 100 Fällen, die ich der Rechtsanwaltskammer vorzuweisen hatte, fehlten Fälle aus dem Unternehmenssteuerrecht. Als Arbeitnehmerkanzlei hatten wir keine Unternehmer vertreten. Daher habe ich den Fachtitel nicht erhalten. Als ich von 2009 - 2017 Mitglied im Finanzauschuss des Deutschen Bundestags wurde, kamen mir die Kenntnisse des Steuerrechts zu Gute.

Nach meiner Rückkehr aus dem Bundestag in die Kanzlei im Oktober 2017 haben wir zusammen mit der Kollegin Ina Behl und den Kollegen Jürgen Zeller, Dr.Rolf Gutmann und Hans-Dieter Wohlfarth zum 1.1.2018 eine Gesellschaft mit beschränkter Berufshaftung gegründet und neue Räume bezogen. Während der Kollege Gutmann auf Ausländer- und Asylrecht und die Kollegin Behl, Kollegen Zeller und Wohlfarth auf Arbeitsrecht spezialisiert sind, bin ich nach wie vor  neben dem Arbeitsrecht auch mit Wirtschaftsrecht beschäftigt.